Audiovisuelle Dialektologie: Dokumentation alter Volkskultur im Dialekt

Ein Filmprojekt von Herta Maurer-Lausegger



Dr. Herta Maurer LauseggerAm Institut für Slawistik der Universität Klagenfurt läuft seit 1994 ein dialektologisch-ethnologisches Filmprojekt mit dem Titel "Dokumentation alter Volkskultur im Dialekt", das die Sprache zweisprachiger Dialektsprecher aus dem südlichen Kärnten auf Video festhält und Dokumentarfilme produziert. Im Mittelpunkt des Interesses steht die audiovisuelle Dialektologie. Erfahrungs- und Erlebnisberichte aus dem handwerklich geprägten bäuerlichen Alltag werden in Form von Dialogen und Gruppengesprächen, aber auch als Einzelaufnahmen auf Video festgehalten. Es handelt sich um spontan gesprochene Mundart in „simuliert natürlicher“ Sprechsituation.

Seit November 1998 konzentriert sich das Forschungsprojekt auf die audiovisuelle Terminologie- und Sachgüterdokumentation. Terminologische Fachbereiche aus dem bäuerlich und handwerklich geprägten Milieu werden unmittelbar im Handlungskontext der zu beschreibenden Objekte dokumentiert. Ziel dieser anspruchsvollen Dokumentationsmethode ist es, ethnographischen Sachverhalt und Dialekttext synchron und gleichzeitig auch in maximaler Authentizität zu erfassen.

Die bislang zu Filmeinheiten verarbeiteten Videoaufnahmen konzentrieren sich auf folgende Fachbereiche: Wassermühlen und Sägen, Schafzucht, Bauerngerät für den Ackerbau, Schlitten und Holzabtransport mit dem Bockschlitten, Brotbacken in der Rauchküche, Erinnerungen an das einstige bäuerliche Leben und anderes. Die Dokumentationen sind als Videokassetten und Textbeilagen erhältlich. Der Erlös aus dem Verkauf kommt zur Gänze der weiteren Forschungs- und Dokumentationsarbeit zugute.

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